Der Smaragd ist die grüne Varietät des Minerals Beryll und einer der vier klassischen Edelsteine. Sein sattes Grün ist seit der Antike begehrt.
Der Smaragd ist die grüne Varietät des Minerals Beryll. Seine Mohshärte liegt bei 7,5 bis 8, womit er zwar hart, aber wegen zahlreicher Einschlüsse oft empfindlicher als andere Edelsteine ist.
Sein Grün verdankt er Spuren von Chrom und Vanadium. Charakteristisch sind die feinen inneren Einschlüsse, die Kenner liebevoll als Jardin (französisch für Garten) bezeichnen – sie gelten beim Smaragd nicht als Makel, sondern als Echtheitsmerkmal.
Das Spektrum reicht von zartem Hellgrün bis zu einem tiefen, leicht bläulichen Smaragdgrün, das als ideal gilt. Ein gleichmäßig satter Grünton ohne zu dunkle Partien ist besonders wertvoll. Aufgrund der typischen Einschlüsse wird häufig der schonende Smaragdschliff mit gekappten Ecken verwendet.
Die berühmtesten Smaragde stammen aus Kolumbien, allen voran aus den Minen von Muzo und Chivor. Weitere bedeutende Vorkommen finden sich in Sambia, Brasilien und Afghanistan.
Wegen seiner Einschlüsse ist der Smaragd stoßempfindlicher als Diamant oder Saphir und sollte vor harten Schlägen geschützt werden. Viele Steine sind mit Öl oder Harz behandelt, um feine Risse zu kaschieren. Daher gilt: kein Ultraschall, keine Hitze, keine aggressiven Reiniger – nur lauwarmes Wasser und ein weiches Tuch.
Als Geburtsstein des Monats Mai symbolisiert der Smaragd Hoffnung, Wachstum und Erneuerung. Sein frisches Grün wird seit jeher mit Frühling, Treue und beständiger Liebe verbunden.
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